Wertebasierte Unternehmensführung ist ein entscheidender nachhaltiger Wettbewerbsvorteil.

von | 26. Jul 2022 | 0 Kommentare

Heute Morgen beim Frühstück habe ich mich mal wieder mit meinem Mann über Unternehmensführung unterhalten. Sehr oft sprechen wir über die Zeit, wo wir beide im Angestelltenverhältnis gearbeitet haben.

Wie haben wir uns gefühlt, wenn der Chef mal wieder cholerisch geworden ist und versucht hat seine Mitarbeiter klein zu machen? An welche Grenzen sind wir gestoßen? Wie verlief die Kommunikation?

Wir kommen aus unterschiedlichen Branchen und doch ist eines gemeinsam:

Es gab KEINE WERTEvolle oder WERTEorientierte Unternehmensführung.

  • Ist das der Grund für den Fachkräftemangel?
  • Ist das der Grund für unzufriedene und überforderte Mitarbeiter?
  • Ist das der Grund für Burnout von Führungskräften?
  • Ist das der Grund für eine hohe Fluktuation?
  • Ist das der Grund für sinkende Umsätze?

 

Aus meiner Sicht „JA“ – zu einem großen Teil.

 

Werte als Floskeln an der Wand und Oberflächlichkeit

Ich erinnere mich noch an die Zeit, wo ich Bewerbungen geschrieben habe. Ich habe die Webseiten der Unternehmen durchforstet und da standen dann immer schöne (Werbe-)Slogans und „angebliche“ Unternehmenswerte und für was das Unternehmen steht.

In den Bewerbungsgesprächen klang noch alles ganz toll, wobei die mir gestellten Fragen wenig tiefgründig waren. Eben auch Standardfragen, wie „Was sind ihre Stärken?“.

In der Firma selbst, habe ich so gut wie nie erlebt, dass Werte eine Rolle gespielt haben. Es ging rein um wirtschaftliche Kennzahlen und Gewinnmaximierung bzw. Verlustvermeidung.

Gelebte Menschlichkeit und Werte spielten lediglich nur bei einer Firma eine Rolle.

Mein Mann hat das gar nicht erlebt. Natürlich ist das jetzt subjektiv, aber in meinen Gesprächen mit unzufriedenen Mitarbeitern, Führungskräften und Unternehmern kommen wir immer wieder zum gleichen Punkt.

 

Was läuft schief?

Das Werte die Grundlage für geschäftlichen und privaten Erfolg sind, ist nicht neu. Daher entwickeln viele Unternehmen auch wertebasierte Leitbilder. Doch die meisten Mitarbeiter kennen die Werte ihres Unternehmens nicht oder identifizieren sich nicht mit ihnen. Was läuft also schief?

Es gibt diese Firmen, die ihre Werte nicht nur als Floskeln an der Wand hängen haben, sondern diese auch leben und kommunizieren. Wie beispielsweise Patagonia, welches seine Werte lebt und das zeigt sich nicht nur an der hohen Anzahl qualifizierter Bewerber.

 

Mitarbeiterzufriedenheit am höchsten bei gelebten Werten

Umfragen bestätigen, dass die Mitarbeiterzufriedenheit dort am höchsten ist, wo die Werte bekannt sind, sie gelebt werden und eine Identifikation stattfindet.

 

Wie schafft ein Unternehmen das vom Sachbearbeiter bis zur Geschäftsführung/Vorstand?

 

Gutes braucht Zeit!

 

Indem wir offen über Werte sprechen und diskutieren. Indem wir Mitarbeiter befragen, was ihnen wichtig ist und dann in die Wertearbeit einsteigen. Es erfordert den Willen Verantwortung zu übernehmen, sowie Zeit und Energie.

 

Wertebasierte Unternehmensführung ist ein entscheidender nachhaltiger Wettbewerbsvorteil.

Daher auch immer die Empfehlung meinerseits, bereits bei der Gründung damit zu beginnen.

 

Kennst du deine Werte und die deines Unternehmens?

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